Häufige Fragen zur Pflege

Die häufigsten Fragen zum Themenbereich Pflege

Ab dem 01.Januar 2017 werden die bisherigen Pflegestufen 0-3 von den Pflegegraden 1-5 abgelöst.

Bisher war allein der Grad der körperlichen Einschränkung ausschlaggebend für die Beurteilung der Pflegebedürftigkeit eines Menschen. Mit dem neuen Prüfverfahren NBA (Neues Begutachtungsassessment) wird jedoch der Grad der noch vorhandenen Selbständigkeit überprüft.

Dies geschieht prozentual in folgenden Bereichen:

  • 10 % Mobilität
  • 15 % Gestaltung des Alltagsleben, soziale Kontakte
  • 15 % kognitive und kommunikative Fähigkeiten, Verhaltensweisen, psychische Problemlagen
  • 20 % Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen
  • 40 % Selbstversorgung und Alltagsverrichtungen

Seelische und geistige Beeinträchtigungen finden gleiche Berücksichtigung wie körperliche Einschränkungen.

Auch Menschen mit Demenz erhalten dadurch erstmals eine angemessene pflegerische Unterstützung im Alltag.

  • Pflegegrad 1: kein Anspruch
  • Pflegegrad 2: 316 Euro pro Kalendermonat
  • Pflegegrad 3: 545 Euro pro Kalendermonat
  • Pflegegrad 4: 728 Euro pro Kalendermonat
  • Pflegegrad 5: 901 Euro pro Kalendermonat

Diese Geldleistungen stehen Ihnen für die Organisation der Pflege zur Verfügung.

Bei häuslicher Pflegehilfe durch einen von den Kassen anerkannten Dienst werden die Kosten bis zur Höhe des unten aufgeführten Betrags direkt zwischen Kasse und Dienst verrechnet.

Der Gesamtwert, der von der Pflegekasse zu erbringenden Pflegesachleistung, entspricht im Kalendermonat:

  • Pflegegrad 1: 125 Euro Betreuungs- und Entlastungsleistung
  • Pflegegrad 2: 689 Euro
  • Pflegegrad 3: 1.298 Euro
  • Pflegegrad 4: 1.612 Euro
  • Pflegegrad 5: 1.995 Euro

Wenn die Sachleistung den Maximalwert nicht erreicht, sondern z.B. nur 60% davon, kann der Restbetrag des für die Stufe vorgesehenen Geldbetrags ausgezahlt werden, in dem Fall also 40%.

Pflegebedürftige mit Pflegegrad 2, 3, 4 oder 5 haben Anspruch auf Verhinderungspflege, wenn sie seit mindestens sechs Monaten von einem Angehörigen gepflegt werden und dieser vorübergehend verhindert ist.

Erfolgt die Verhinderungspflege durch nahe Angehörige, werden Pflegeaufwendungen für bis zu sechs Wochen im Kalenderjahr mit den folgenden, nach Pflegegraden gestaffelten, Beträgen erstattet:

  • Pflegegrad 2: 474,00 Euro
  • Pflegegrad 3: 817,50 Euro
  • Pflegegrad 4: 1.092,00 Euro
  • Pflegegrad 5: 1.351,50 Euro

Auf Nachweis werden den ehrenamtlichen Pflegepersonen notwendige Aufwendungen (Verdienstausfall, Fahrtkosten etc.) bis zu einem Gesamtbetrag in Höhe von 1.612 Euro erstattet. Erfolgt die Verhinderungspflege durch sonstige Personen, liegt die Erstattungshöhe bei Pflegegraden 2 bis 5 bei maximal 1.612 Euro.

Weiterhin ist ein Übertrag der halben Kurzzeitpflege auf die Verhinderungspflege möglich.

Anspruchsberechtigt sind die Pflegegrade 2 bis 5. Der Leistungszeitraum ist auf 8 Wochen festgesetzt. Die Leistungshöhe beträgt 1.612 Euro, wobei die Aufstockung um die Mittel der Verhinderungspflege möglich ist. Pflegegeld wird für bis zu 8 Wochen hälftig weitergezahlt.

Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 können für die Finanzierung von Pflegesachleistungen, der teilstationären Pflege und der Kurzzeitpflege den sogenannten Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro pro Monat nutzen. Monatlich nicht verbrauchte Beträge können innerhalb eines Kalenderjahres angespart und bis zum 30. Juni des Folgejahres verbraucht werden.

Pflegebedürftige können nicht verbrauchte Ansprüche aus Betreuungs- und Entlastungsleistungen aus den Jahren 2015 und 2016 bis 31. Dezember 2018 verwenden.

Sie können finanzielle Zuschüsse bis zu 4.000 Euro für Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes von Ihrer Pflegeversicherung erhalten. Dazu zählen unter anderem

  • Türverbreiterungen,
  • Fest installierte Rampen und
  • Spezielle Maßnahmen in Bad und WC.

Der Zuschuss ist vor Beginn der Maßnahme bei der Pflegekasse zu beantragen.

Für zum Verbrauch bestimmte Hilfsmittel, wie zum Beispiel Hygiene-/Desinfektionsmittel, Bettschutzeinlagen, Einmalhandschuhe o.ä., werden 40 Euro monatlich bewilligt.

Für technische Hilfsmittel ist die Zuzahlung auf 10 % bzw. auf 25 Euro je Hilfsmittel beschränkt. Als technische Hilfsmittel gelten z.B. Pflegebetten, Gehwägen oder auch Toilettenstühle.

Beiträge zur Rentenversicherung werden gezahlt, wenn ein Pflegegrad 2-5 vorliegt und die Pflegeperson regelmäßig nicht mehr als 30 Stunden wöchentlich erwerbstätig ist und die pflegebedürftige Person wenigstens zehn Stunden wöchentlich, verteilt auf regelmäßig mindestens zwei Tage in der Woche, pflegt.

Als Pflegeperson können Sie ab 2017 auch in der Arbeitslosenversicherung versichert werden. Dafür muss grundsätzlich eine der beiden Voraussetzungen gelten:

  • Unmittelbar vor der Pflegetätigkeit bestand bei der Pflegeperson eine Versicherungspflicht in der Arbeitslosenversicherung.
  • Die Pflegeperson hat eine Leistung nach dem SGB III, wie zum Beispiel Arbeitslosengeld, bezogen.

Die Beiträge werden nicht gezahlt, wenn Sie bereits Beiträge zur Arbeitslosenversicherung zahlen, zum Beispiel in einer Teilzeitbeschäftigung.

Bei der vollstationären Pflege übernimmt die Pflegekasse folgende Beträge.

  • Pflegegrad 2: 770 Euro
  • Pflegegrad 3: 1.262 Euro
  • Pflegegrad 4: 1.775 Euro
  • Pflegegrad 5: 2.005 Euro

Wählen Pflegebedürftige des Pflegegrades 1 vollstationäre Pflege, erhalten sie einen Zuschuss in Höhe von 125 Euro monatlich.

Die Pflegekasse übernimmt zur Abgeltung der Aufwendungen für die vollstationäre Pflege nur 10% des vereinbarten Heimentgelts, maximal 256 Euro pro Monat.

Anspruchsberechtigt sind die Pflegegrade 2 bis 5.

  • Pflegegrad 2: 689 Euro
  • Pflegegrad 3: 1.298 Euro
  • Pflegegrad 4: 1.612 Euro
  • Pflegegrad 5: 1.995 Euro

Die Tagespflege kann neben dem ungekürzten Pflegegeld beansprucht werden.

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integritas ist Ihr freundlicher und zuverlässiger Pflegedienst für Mettmann und Umgebung. Wir bieten Ihnen ein breites Service-Spektrum rund um unser Kernprodukt, eine ausgezeichnete Pflege direkt bei unseren Kunden vor Ort.

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